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Kulinarische Schweiz Kochen in den Kantonen und Regionen Kanton Zürich |
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Zürich - zentraler Kanton der Nordschweiz zwischen Rhein und Zürichsee, 1729 km2, 1,2 Mio. Einwohner, Hauptstadt Zürich. Der bevölkerungsreichste Kanton der Schweiz reicht vom Fuss der Voralpen über die ganze Breite des Mittellands bis zum Hochrhein und im Zipfel von Rafz auf das rechte Rheinufer. Die Höhenzüge des Albis und die Voralpenausläufer mit dem Hörnli im Osten unterbrechen das im Allgemeinen flachhügelige, agrarisch intensiv genutzte Gebiet. Vor allem die entlang beider Zürichseeufer, im Limmattal und nach Nordosten rasch wachsende Agglomeration Zürich, aber auch Winterthur und kleinere Zentren (Uster, Wetzikon, Pfäffikon, Rüti) sind Standorte der vielseitigen Industrie (Maschinen-, Metall-, Elektro-, Textil-, grafische, chemische, Nahrungsmittel- u. a. Industrie).
Die Küche im Kanton Zürich Die Zürcherküche existiere nicht, heisst es. Aber gutes Essen bekommt man in Zürich alleweil – sei es nun gutbürgerlich wie in den Zunfthäusern oder gehoben wie in den Spitzenlokalen. Die Vielfalt ist gross, und zum Traditionellen in den Töpfen gesellt sich wie immer mehr Exotisches. Das Verblüffende dabei: Das war schon immer so. Die Zürcher Küche ist wohl noch kaum jemandem als besonders authentisch aufgefallen. Robert Haupt von der Wirtschaft Flühgass, hoch dekorierter Zürcher Koch, bringt es bei der Frage aller Feinschmeckerfragen auf den Punkt: Die Zürcher Küche als solche gibt es gar nicht. Als Gründe dafür zählt er auf: die Prägung durch die Germanen, Kelten und Etrusker in vorchristlicher Zeit, die mittelalterlichen Esstraditionen der Rittergeschlechter und Adelshäuser sowie der Einfluss der Reiserouten der Kaufleute. Zugegeben, es kennen alle, auch die Hong-Kong-Chinesen und die San-Francisco-Bay-Bewohner, das Zürcher Geschnetzelte. Und orthodoxe Zürcher streiten sich weiterhin, ob es nebst Kalbfleisch und Rahm auch noch Champignons, Nierli oder Milken enthalten soll. weiter... Sechseläuten - das Zürcher Frühlingsfest Winterende mit einem Knall Wenn die Feierabendglocke am Zürcher Grossmünster nach den düsteren Wintermonaten wieder um sechs Uhr geläutet wurde, war das für die Handwerker ein Freudentag. Und so feierten sie diesen Tag bereits im 16.Jh. ausgiebig auf ihren Trinkstuben (heute Zunfthäuser) als «Sechseläuten». Doch erst in der Mitte des 19.Jh. wurde die Sechseläuten - Feier mit dem Umzug der Zünfte verbunden. Der Sechseläuten - Umzug Das Sechseläuten findet in der Regel am dritten Montag im April statt, dieses Jahr aber bereits am 15. April. Auch wenn der festliche Höhepunkt erst am Montag ist, so beginnt das Sechseläuten jeweils schon am Sonntag mit dem traditionellen Kinderumzug. Jedes Jahr machen etwa 2000 Kinder mit. Sie tragen alle historische Kostüme, die leihweise von den Organisatoren abgegeben werden. Hier dürfen, im Gegensatz zum Montagsumzug, nicht nur Zünfterskinder mitmachen, sondern jedes Kind zwischen 5 und 15 Jahren. Der darauf folgende Montag gehört dann allerdings ganz den Zünften und beginnt für diese mit einem festlichen Mittagessen auf den Zunftstuben. Über 3000 Teilnehmer aus 26 Zünften, dazu 27 Musikkorps, 60 bis 70 Wagen mit über 100 Zugpferden und gegen 400 Reitpferde nehmen am Montagnachmittag am traditionellen Umzug teil. Um 14.45 Uhr besammeln sich alle im Gebiet der unteren Bahnhofstrasse und ihrer Nebenstrassen, worauf sich um genau 15.00 Uhr die erste Zunft auf die vorgeschriebene Marschroute begibt. Punkt 18.00 Uhr, mit dem letzten Schlag der Glocke vom St. Peter, wird der Holzstoss mit dem «Böögg» auf dem Sechseläutenplatz (nähe Bellevueplatz) entzündet. Der darauf folgende Montag gehört dann allerdings ganz den Zünften und beginnt für diese mit einem festlichen Mittagessen auf den Zunftstuben. Über 3000 Teilnehmer aus 26 Zünften, dazu 27 Musikkorps, 60 bis 70 Wagen mit über 100 Zugpferden und gegen 400 Reitpferde nehmen am Montagnachmittag am traditionellen Umzug teil. Um 14.45 Uhr besammeln sich alle im Gebiet der unteren Bahnhofstrasse und ihrer Nebenstrassen, worauf sich um genau 15.00 Uhr die erste Zunft auf die vorgeschriebene Marschroute begibt. Punkt 18.00 Uhr, mit dem letzten Schlag der Glocke vom St. Peter, wird der Holzstoss mit dem «Böögg» auf dem Sechseläutenplatz (nähe Bellevueplatz) entzündet. Die Reitergruppen der Zünfte, die sich in der Zwischenzeit formiert haben, allen voran die als Beduinen verkleideten Kämbelzünfter, umreiten den Scheiterhaufen, während alle darauf warten, dass der «Böögg» mit einem ohrenbetäubenden Knall den Kopf verliert. Im Wattekleid des weissen Mannes sind einige kleine Sprengladungen eingebaut, die, durch das Feuer entzündet, den «Böögg» in Fetzen reissen sollen. Gemäss der Überlieferung prophezeit sein möglichst früher Tod, also der Verlust des Kopfes, einen besonders schönen Sommer. Am Abend wenn die meisten Zuschauer schon längst wieder auf dem Nachhauseweg sind, folgt der Schmaus der Zünfter. So machen sich die Zünfter um 21.15 Uhr auf den Weg, um sich gegenseitig in den traditionellen Zunftstuben einen Besuch abzustatten, wobei es an trefflichen Spottreden nicht fehlt. Früher begannen die Tafelfreuden der Zünfter manchmal schon mittags – wenn kein grosser Festumzug stattfand – und dauerten bis in den Abend hinein. Was da alles an Leckerbissen auf den Tisch kamen! So mussten sich die Saffran - Zünfter 1877 an ihrem Sechseläutenmahl durch fünfzehn Gänge essen. Unter all den herrlichen Schlemmereien bekam man damals vor hundert Jahren auch im Bierteig gebackenen Kalbskopf vorgesetzt. Für die Liebhaber dieser Spezialität nachfolgend ein entsprechendes Rezept. Woher kommt der «Böögg»? Es gibt keine genauen Informationen darüber, wann man in der Fasnachtszeit damit begonnen hatte, eine Strohpuppe als Symbol für die bösen Wintergeister und -dämonen zu verbrennen. Erste Bildquellen, datiert aus dem Jahr 1787, zeigen Buben, die beim Lindenhof einen «Böögg» verbrennen. Die «Bööggenfeuer» in- und ausserhalb der Stadt eröffneten in gewissem Sinne die Sommerzeit. Natürlich hat auch das Sechseläuten seine kulinarischen Spezialitäten. Überall auf den Strassen gibt es Bratwürste , in den Bäckereien kleine Süssigkeiten in Form eines Böggs auf dem Holzstoss und wenn man Glück hat – Tabakrollen zu kaufen. Allen die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollen viel Vergnügen. ![]() |
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