Kulinarische Schweiz
Kochen in den Kantonen und Regionen
Kanton Obwalden
Von Ruedi
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Obwalden - zentralschweizerischer Halbkanton von Unterwalden, südwestlich des Vierwaldstätter Sees, 491,8 km2, 32'000 Einwohner; Hauptstadt Sarnen. Das alpine Obwalden umfasst vor allem das Tal der Sarner Aa, das Gebiet zwischen dem Pilatus und dem Brünigpass sowie das Hochtal von Engelberg; Land-, vor allem Viehwirtschaft; Industrie: Holzverarbeitung, Nahrungsmittel, Baustoffe; Fremdenverkehr.



  • «Älplermagronä» nach Obwaldner Art
  • Zigerchrapfe
  • Innerschweiz: Die Ernährung - Geschichte
  • Martinstag
  • Historische Sbrinz–Route wird wieder eröffnet
  • Kulinarische Schweiz - Übersicht



    Innerschweiz: Die Ernährung - Geschichte

    In der Innerschweiz gab es während des Mittelalters eine blühende Landwirtschaft, die Getreide, Baumfrüchte, Reben, Gemüse, Schlachtvieh und Milchprodukte hervorbrachte. Dass sich die Ernährung landesweit auf diese Produktion stützte, wird kaum ernsthaft zu bezweifeln sein. Was uns aber die Schriftquellen nicht verraten und auch die archäologischen Befunde nur in Teilbereichen erkennen lassen, betrifft den grossen Fragenkomplex der Ess- und Trinkgewohnheiten, der Zubereitungsweise, des jahreszeitlichen Wechsels in der Ernährung, des Verhaltens bei Versorgungsengpässen, der gesellschaftlichen Unterschiede in der Zusammensetzung der Grundnahrungsmittel.

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    Martinstag

    Am Martinstag, dem wichtigen Ding- und Zinstag, mussten vielerorts, so auch in Sarnen, die Vorsteher der öffentlichen Verwaltungen, die Kirchen- und Kapellvögte, die Vormundschafts- und Armenpfleger Rechenschaft ablegen über ihre Tätigkeit. Bei dieser Gelegenheit gab es ein Mahl mit einer seit alten Zeiten unverändert gebliebenen Speisenfolge:
    • Den Anfang machte eine Erbsensuppe, die einen guten Boden schuf für die folgenden Strapazen.
    • Als erster Gang wurde saurer Rindsbraten serviert, wobei in die Sauce des sorgfältig gebeizten Bratens feingehackter Lebkuchen kam, der dem Gericht die Säure nahm und ihm einen exquisiten Gout verlieh.
    • Der zweite Gang bestand aus Speck, geräucherten Würsten und Räben (weissen Rüben).
    • Nach einer erholsamen Zwischenpause kamen «verdämpfte» Seeforellen und Spinatkuchen auf den Tisch.
    • Später Bratwürste und Käsereis.
    • Als Abschluss «Bratkäs».
    • Begossen wurde dieses üppige Mahl mit süffigem Landwein und gekrönt von einem zünftigen «Länderkafi».
    Das Martini-Essen der Gemeindebehörden gibt es noch heute, aber mit einem wesentlich bescheideneren Speisezettel.



    Historische Sbrinz–Route wird wieder eröffnet

    Die historische Sbrinz - Route von Luzern nach Italien wird am kommenden 18. August wiedereröffnet. Sie war einst eine der bedeutendsten Nord-Süd-Handelswege der Säumer und die wichtigste Export-Route für Sbrinz.

    Die Eröffnung der Sbrinz - Route über den Brünig-, Grimsel- und den Griespass ins Piemont findet im Rahmen des Säumerfestes 2003 in Giswil vom 15. bis 17. August statt.

    Sbrinz gelte als der älteste Käse Europas, der auf eine 500-jährige Geschichte zurückblicken könne.

    Sbrinz war der erste Käse, der von Säumern auf den schmalen und steilen Saumpfaden von Obwalden nach Italien transportiert wurde, um ihn gegen Wein zu tauschen. Auch heute noch sei Italien mit 500 Tonnen das Hauptexportland für den Hartkäse, heisst es weiter.

    Anschliessend an die offizielle Eröffnung, wird sich ein Saumzug auf den Weg über die alte Handelsroute machen. In historischer Ausstattung und mit Maultieren werde wie anno dazumal Sbrinz in Spalen-Fässern in den Süden transportiert


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