Kulinarische Schweiz
Kanton Basel und seine Spezialitäten
Basler Lebkuchen - Lebkuchen mit Bildli
Von Ruedi
gesalzen +
gepfeffert


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Rezept am Schluss

Schon in alten Chroniken wird dieses Gebäck erwähnt, wenn auch in einem anderen Zusammenhang als hier bei uns.

So kam es einst in Zürich zum «Lebkuchenkrieg». Landleute plünderten in den Tagen vor Weihnachten jene Läden «unter den Tilinen» gegenüber dem Rathaus, in welchen Lebkuchen feilgeboten wurden. Dieses Ereignis soll für die politische Entwicklung der Stadt bis zur Reformationszeit Folgen gehabt haben.

Bis zum 19. Jahrhundert wurden die Lebkuchen in kunstvoll geschnitzten Ton- oder Holzmodeln hergestellt oder mit Zuckerguss verziert. Dann kamen die «Lebkuchenbildli» in Mode. Die etwas kitschigen Abbildungen von prächtigen Samichläusen mit Bart, Engelsköpfchen, Herzen mit sinnigen Sprüchen, gerieten allerdings wieder etwas in Vergessenheit.

Nun bringt sie die Nostalgiewelle zurück, und da und dort werden sie in Boutiquen als Rarität wieder angeboten. Hier eine Adresse, wo solche Bilder bestellt werden können:
Boutique Bilboquet, Münstergasse 37, Bern.
Die grösste Sammlung der Welt besitzt: Die Basler Zuckerbäckerfamilie Klein.

Schnäbelnde Tauben, Rosenbuketts, Engel mit Schmachtlöcklein, Vergissmeinnicht und Märchenfiguren, Herzen mit Sprüchen und vor allem natürlich St.- Niklaus-Bilder sind hundert- und tausendfach archiviert.

Im «Läckerlihuus» in Basel liegen die alten, kostbarsten unter Glas. Eine wahre Fundgrube für Liebhaber.

Wohl war im 17. und 18. Jahrhundert in den Städten bereits der Ring als Eheversprechen bekannt, nicht aber auf dem Land. Und so galt dann vielfach der Lebkuchen als Ehepfand. Die Lebkuchenstände waren denn auch beliebte Treffpunkte für Liebende.



Basler Lebkuchen

Zutaten

  • 1 ltr Honig
  • 400 gr Zucker
  • 1 EL Anis
  • Schale von 2 Zitronen, grob gewiegt
  • 1 Messerspitze Nelkenpulver
  • ½ Muskatnuss, frisch gerieben
  • 3 EL Kirschwasser
  • 1 kg Mehl

    Zubereitung

    Honig in eine pfanne geben und aufkochen, dann in eine Schüssel abgiessen. Zucker, Anis, Zitronenschale, Gewürze, Kirschwasser und 2 - 4 Hände voll Mehl zugeben und gut verarbeiten. Etwas Mehl darüberstreuen, 2 - 3 Stunden stehen lassen, dann das restliche Mehl darunterarbeiten und über Nacht ruhen lassen.

    Tisch oder Teigbrett mit Zucker bestreuen, den Teig darauf etwa 1 cm dick auswallen. Runde oder rechteckige Lebkuchen ausschneiden, auf ein bemehltes Blech geben und im auf 160 Grad vorgeheizten Ofen je nach Grösse 15 - 20 Minuten bei backen.

    Die Lebkuchen werden entweder mit kaltem Wasser oder mit Zuckersirup (200 gr Zucker mit 2 dl Wasser kochen) oder auch mit «Lebkuchenglanz» (100 gr Kartoffelmehl rösten, mit ½ ltr Wasser ablöschen und kochen, bis sich eine Haut bildet; heiss verwenden) bestrichen.

    Die Samichlausbildli nach dem Trocknen mit etwas Eiweiss aufkleben.



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