Kulinarische Schweiz
Kanton Basel und seine Spezialitäten
Die Basler und der Hypokras zum Jahresanfang
Von Ruedi
gesalzen +
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Als Basel 1501 in den Bund der Eidgenossenschaft eintrat, war ein Repräsentationsbau nötig. Das nach Plänen von Ruman Faesch zwischen 1504 bis 1514 entstandene Rathaus dominiert den Marktplatz im Stadtzentrum

Die Basler, die sich durch ein hohes Mass an Savoir-vivre und Weltoffenheit auszeichnen, verstehen es auch, das neue Jahr auf eine besondere Art zu beginnen.

Am Neujahrstag wird zwischen elf und ein Uhr mit Verwandten und Freunden ein Glas Hypokras getrunken. Und dazu gibt es - wie könnte es anders sein! - Basler Leckerli.

Der Hypokras ist ein Gewürzwein mit langer Tradition, dessen Spuren sich bis weit ins Mittelalter zurückverfolgen lassen. Im Jahre 1523 gestattete der Rat den Gewürzkrämern der Stadt den Handel mit diesem süssen Wein, verfügten sie doch über alle Ingredienzien, die für die Zubereitung benötigt wurden.

Sein Name leitet sich von Hippokrates her, wahrscheinlich wegen der heilkräftigen Wirkung, die man diesem Getränk zuschrieb.

Zutaten für etwa 12 Personen

  • 3 Flaschen guter Rotwein
  • 1 Flasche Rosé – Wein
  • 1 Flasche Weisswein
  • 500 gr Zucker
  • 3-4 Zimtstängel
  • 5-6 Gewürznelken
  • ¼ frisch geriebene Muskatnuss
  • Je 1 Prise Ingwer-, Koriander- und Kardamompulver
  • 1 Stück Zitronenschale

    Zubereitung

    Die Weine mit dem Zucker aufkochen und über die Gewürze giessen. Zwei Tage stehen lassen, dann absieben.

    Nach einer anderen Zubereitungsart werden die Gewürze in ein Mullsäcklein gegeben und so an einem Faden in die Korbflasche gehängt, in die der Wein eingefüllt wurde. Der Hypokras wird bereits Anfang Dezember auf diese Weise angesetzt. Von Zeit zu Zeit muss die Korbflasche geschüttelt werden, Sie darf nur mit einem aufgesetzten Zapfen verschlossen werden.

    Anmerkung

    Hypokras, oder - wie die Basler sagen Hypograss, ist unter anderem auch im Läckerli-Huus in Basel erhältlich.



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