Kulinarische Schweiz
Kanton Basel und seine Spezialitäten
Basler Leckerli - Rezept und Geschichte
Von Ruedi
gesalzen +
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Das älteste überlieferte Rezept für verzuckerte Lebkuchen welches das Geheimnis dieser Spezialität verrät, stammt aus dem 17.Jahrhundert.

Zutaten

  • 500 gr Bienenhonig (mindestens 1 Jahr alt)
  • 350 gr Zucker
  • 2 EL Zimt
  • 1 Prise Nelkenpulver
  • 1 TL Muskatnusspulver
  • 120 gr Mandeln, gehackt
  • 120 gr Haselnüsse, gehackt
  • Je 100 gr fein gehacktes Orangeat und Zitronat
  • Schale einer Zitrone, grob gehackt
  • 700 gr Weissmehl
  • 2 Messerspitzen gereinigte Pottasche
  • 2 dl Kirsch
    Glasur:
  • 160 gr Zucker
  • 1 dl Wasser

    Zubereitung

    Honig, Zucker Zimt, Nelken - und Muskatpulver aufkochen. Mandeln. Haselnüsse mit dem Orangeat, Zitronat und der Zitronenschale in den Sirup geben. Vom Feuer nehmen. Nach und nach 2/3 des Mehles und die Pottasche dazu sieben. Kirsch beifügen. Das restliche Mehl auf ein Teigbrett geben. Die Teigmasse daraufgiessen. Alles rasch zusammenkneten.

    Den Teig halbieren, auswallen und auf 2 rechteckige, mit Mehl bestäubte Backbleche verteilen. Über Nacht ruhen lassen. 15 - 20 Minuten im auf 230 Grad vorgeheizten Backofen backen.

    Den gebackenen Teig für die rechteckigen Leckerli sofort 3/4tief einschneiden. Vom Blech nehmen, mit einem Bürstchen vom Mehl befreien und mit der heissen Glasur bestreichen.

    Die Leckerli ganz auseinanderschneiden.

    Für die Glasur Zucker und Wasser vom Siedepunkt an 5 Minuten zu Faden kochen. Bei besonders feinen Rezepten mischt man der Glasur noch etwas Kirsch bei.



    Die Basler Leckerli und Ihre Geschichte

    Die Basler Leckerli sollen zur Zeit des Basler Konzils (1431-1449) kreiert worden sein. Damals hielten sich gegen 300 Kirchenfürsten aus dem ganzen Abendland in Basel auf, und Handelsleute und Krämer versuchten sich in ihrem Angebot gegenseitig zu übertreffen. Da schienen auch die bescheidenen Lebkuchen nicht mehr gut genug für die vornehmen fremdländischen Gäste, weshalb sich die Basler Lebkücher (so nannte man die Lebkuchenbäcker) etwas ganz besonders Leckeres einfallen liessen.

    Sie mischten ihren üblichen Lebkuchen Mandeln, Orangeat und Zitronat bei und schufen damit eine Delikatesse, an der sich die geistlichen Würdenträger und deren Gefolge nicht satt essen konnten. Heute werden die Basler Leckerli als beliebtes Souvenir in alle Welt verschickt.

    Wer sich gerne das Haus eines ehemaligen Lebküchers etwas näher ansehen möchte, kann der Hasenburg im Basler Imbergässlein, dem damaligen Gewürzturm, einen Besuch abstatten. Ob die heutigen Basler Leckerli noch dem Originalrezept entsprechen, lässt sich allerdings nicht mehr nachweisen.



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