Kulinarische Schweiz
Kanton Basel und seine Spezialitäten
Chneublätze - Fastnachtschüechli
Von Ruedi
gesalzen +
gepfeffert


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Zutaten

  • 2 Eier
  • 4 EL Rahm
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Zucker
  • 250 - 300 gr Mehl
  • 1 EL Butter in Flocken
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Öl für die Friteuse (wir haben immer schön weisses ausgelassenes Schweinefett genommen - die Fastnachtschüechli werden dadurch schön mürbe).

    Zubereitung

    Eier, Salz, Zucker und Rahm zusammen gut verklopfen. Das Mehl und die Butterflökchen beifügen und den Teig, wenn möglich auf einem Brett, gut verkneten. Er muss glatt sein und Blasen werfen. Je nach Qualität der Eier braucht man etwas mehr oder weniger Mehl. Der Teig muss so zart sein, dass er sich gut ausziehen lässt. Nach dem Kneten 30 Minuten bei Küchentemperatur ruhen lassen. In pflaumengrosse Stücke schneiden, papierdünn auswallen und über das Knie, (daher der Name Chneublätz) das man mit einem Küchentuch bedeckt, ausziehen. Die sorgfältig und wenn möglich ohne Löcher ausgezogenen Küchlein auf ein Tuch oder Küchenpapier auslegen und trocknen lassen.

    Anschliessend bei etwa 170° schwimmend ausbacken, bis sie goldgelb sind. DieChneublätz sind in ausgewalltem Zustande grösser als die Fritürpfanne. Zum Zusammenstossen in der Pfanne und zum Wenden verwendet man am besten zwei Holzkellenstiele. Nach dem Backen auf Küchenpapier abtropfen lassen und nach dem Erkalten mit Puderzucker bestreuen. Trocken aufbewahren. Trocken aufbewahren. Vielerorts werden diese Küchlein mit geschlagenem Rahm welchem man beim schlagen Zucker und ein Päcklein Vanillezucker zugefügt hat serviert.

    Tipp

    Dem Schlagrahm vor dem Festwerden zusätzlich noch 1 - 2 EL Eiercognac unterschlagen.

    Anmerkung

    Aus dem Buch Ächti Schwizer Chuchi von Marianne Kaltenbach, der Spitzenköchin und Kochbuchautorin der Schweiz, schreibt über Fasnachtschüechli folgendes: Zur fröhlichen Stimmung gehören gebackene Küchlein. Jeder von uns kennt die zartschmelzenden und zerbrechlichen Hasenöhrli oder Chneublätz, wie sie in der Innerschweiz genannt werden (vom Knie, über das man die Teigblätze dünn auseinanderzieht, bevor sie ausgebacken werden).

    In kinderreichen Familien pflegte man diese Küchlein in so grossen Mengen zu backen, dass man sie in Wäschekörben auftürmte. Diese flachen, freundlich gewellten, goldgelben Fastnachtsküchlein (so heissen sie nebenbei gesagt - in Zürich) Anm.: Auch in anderen Kantonen der Schweiz. Unter diesem Namen werden sie auch von den Bäckereien und von Grossanbietern hergestellt und verkauft; r.s. Also diese flachen, freundlich gewellten, goldgelben Fastnachtsküchlein werden zuweilen auch in Form eines Strausses gebacken, dann nennt man sie Chüechlimeia, zum Beispiel im Taminatal.

    Früher beschenkten sich Burschen und Mädchen damit, oder die Mädchen luden ihren Schatz zum Chüechli - Essen ein. Das Küchleinheischen herumziehender Kinder und Armer war vielerorts Brauch. Ausser diesen Chneublätz gibt es noch andere Fastnachtschüechli. Jeder Fastnachtskanton hat seine Chüechli. Soweit Marianne Kaltenbach. Jeder Fastnachtskanton hat aber auch seine eigenen Bräuche von der Herstellung bis zum Verzehr. Da gäbe es viel zu erzählen. Ich lasse es aber dabei bewenden und werde dafür einige Rezept für Fastnachtsküchlein anhängen.



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