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Kulinarische Schweiz Kanton Basel und seine Spezialitäten Basler Fasnacht - Mehlsuppe |
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Von Ruedi gesalzen + gepfeffert Home Rezepte Schweiz Brauchtum Basel aktuell Basel Info Bern Info Kochen Europa Italien Marokko |
Zutaten für 4 Personen Zubereitung Mehl im Schweineschmalz oder in der Butter anrösten, bis das Mehl braun ist. Die feingehackte Zwiebel dazugeben, Wasser langsam beigeben, feste rühren, es darf keine Knollen bilden. Kalbsfuss und Knochen, Salz und Pfeffer beigeben. Fleischwürfel dazugeben und mindestens eine Stunde kochen lassen. Der Käse wird gerieben und separat dazu serviert. Gesammelt, aufgeschrieben und ausprobiert von Frau Alex Albrecht, Basel, und mit anderen typischen Basler Gerichten veröffentlicht im Das Kochbuch aus Basel (Verlag Wolfgang Hölker D - 44000 Münster/ Zürich) Anmerkung Also wenn man mich fragt, auch für eine Fasnacht ein sehr dürftiges Rezept. Diese Suppe würde sich höchstens als Fastensuppe eignen, um mit deren Genuss für die während der Fasnacht begangenen Sünden Busse zu tun. Es wird nicht einmal gesagt was mit dem Kalbsfuss und den Knochen passiert. Den fehlenden Zähnen in den Basler oder Waggismasken nach zu schliessen, wussten es diese Geniesser beim Mehlsuppenschmaus auch nicht. Der Basler Volksmund sagt, die Mehlsuppe sei durch das viele Geschnadder zwischen der Köchin, den Mägden und den Hausburschen zu verdanken. Wie es in den Patriezierhäuser üblich war wurde jeden Tag eine dicke Mehleinbrenne, mit wenigst möglich Schmalz gemacht, aber ohne sie Farbe annehmen zu lassen. Diese wurde mit gerade soviel Wasser abgelöscht dass ein dicke kleisterartige Suppe entstand. Mit Salz und Pfeffer wurde auch keine Verschwendung betrieben, denn das waren dazumal sehr kostbare und teure Gewürze, und nicht für die minder Bediensteten gedacht. Diese Suppe wurde also um einen rechten Boden im Magen zu geben, vor dem nachfolgenden kärglichen Mal den Bediensteten ausgegeben. Dass eine solch Kohlenhydrat reiche Nahrung rasch sättigt und auch lange anhält wissen wir ja inzwischen auch. Nun gut. Als eine Angestelltenköchin (Die Herrschaftsköchin hatte eine eigene Küche oder Herd, sowie die Aufsicht über das gesamte Küchenpersonal) die Einbrenne machen sollte, gab es wie üblich wieder das obligate Geschnorre, und das Mehl wurde ihr ohne Aufsicht braun. Neues Mehl, ohne einen Grund zu nennen konnte sie nicht holen, doch hätte sie gesagt warum, wäre sie die Stelle los gewesen. Also röstete sie weiter und machte eine braune Mehlsuppe. Weil diese braune Suppe einen kräftigeren Geschmack hatte, war sie auch beliebter und fand sehr schnell Nachahmer. Das ist die niedere Geburt, der vielgerühmten Basler Mehlsuppe. ![]()
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