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Schweizer Brauchtum und Volksfeste Stadt Basel Süsses Basel - und Gedanken zum Fasten |
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Von Ruedi gesalzen + gepfeffert Home Rezepte Schweiz Brauchtum Basel aktuell Basel Info Bern Info Kochen Europa Italien Marokko |
Basel ist nicht nur die Schweizerische Kulturstadt allgemein sondern hat auch noch oder gerade deswegen Platz für Süssigkeiten. Wobei zu sagen ist, dass die Basler Konditoren - Künstler mit ihren Leistungen sich mit allen ihren Schweizer Kollegen messen können. Selbstverständlich ist auch das nicht von Heute auf Morgen entstanden sonder wie alles, ganz solide Jahrhunderte lang gewachsen, gepflegt, verbessert oder neu erfunden wurde.
Basel ist reich. Nirgendwo gibt es so viele beste, ja allerbeste Confiserien auf so engem Raum wie hier. Das stimmt. So weiss ich, obwohl ich nicht viel Süssigkeiten esse, (oder gerade deswegen, wenn schon, dann schon nur das Beste)von jeder Patisserie, was sie am besten macht. Hier ist es der Russenzopf, dort die Cognac - Trauben, der Mohrenkopf oder der Baumstamm, das Marzipan, der Pariserring, oder die Saint Honnorée Torte und nicht zu vergessen die Basler Leckerli, welche von den Basler Lebkücher, so nannte man damals die Lebkuchenbäcker, welches eine eigene Zunft war sich zum Basler Konzil (1431 -1449) etwas ganz besonderes Leckeres einfallen liessen. Diese Delikatesse an denen sich die geistliche Würdenträger und deren Gefolge nicht satt essen konnte. (Anm. ist heute noch genau so). Hielten sich damals gegen 300 Kirchenfürsten aus dem ganzen Abendland in Basel auf. Aber welch sündhafte Gedanken! Dabei ist doch jetzt Fastenzeit. Aber zum Glück ist Schokolade als Fastenspeise erlaubt. 1569 wurde Bruder Girolamo von Mexico (das war zur Zeit des spanischen Völkermordes im Namen Gottes gegenüber den Azteken) zum Papst geschickt, damit er entscheide, ob das Getränk mit Namen Xocoatl zur Fastenzeit getrunken werden dürfe. Nachdem dieser widerwillig davon gekostet hatte, soll er gesagt haben: Potus iste non frangit jejenium - Schokolade bricht das Fasten nicht. Klosterköche erfanden (waren die meisten damals schon Süsse veranlagt) die Konservierung der flüssigen Schokolade in Form von Tafeln. So trat die Schokolade von Italien aus ihren Siegeszug in Europa an. Etwa 1660 wurde in Frankreich das Praliné erfunden von Pralin dem Koch des Duc de Plessis-Praslin. Bei den von den Katholiken erfunden Fastenregeln gibt es seltsame Auswüchse. Darüber wurde und wird immer noch viel diskutiert. Enten, Frösche, zum Beispiel seien erlaubt, weil sie auch schwimmen. In Wirklichkeit ging es dem Klerus, als auch der weltlichen Obrigkeit darum, die Fasttage so wohlschmeckend und verzichtlos zu überstehen. Ebenso hatten sie noch einen anderen Grund, nämlich die armen Bauern wieder einmal durch fasten dazu zu bringen, anstatt die Hühner und das Schwein selbst zu schlachten, sondern damit ihren Zehnten zu bezahlen, damit die Obrigkeit und die Kirche nicht darben musste, wie das Fussvolk. Dafür wurde dann nach der Fastenzeit wieder nach Möglichkeit nachzuholen und dem Liebesleben wieder zu frönen, welches wieder der sogenannten Fruchtbarkeit Rechnung trägt. Das Ergebnis war dann offensichtlich, weil nach 9 - 10 Monaten nach Ostern ein allgemeines gebären üblich war. Kam es schon nach 71/2 oder 8 Monaten zur Geburt, na ja war es halt ein Frühling. ![]()
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