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Kulturstadt Basel Hommage an Ernst Beyeler Réserve du Patron - Von Gauguin bis Basilitz |
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Ein Museum kann heute nur existieren mit ständigen Impulsen und Denkanstössen, damit Jung und Alt nicht nur Anregungen erhält, sondern damit Kunst wie Musik unseren Alltag lebendig begleiten. Dr. h.c. Ernst Beyeler Der Galerist Ernst Beyeler gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten des Kunsthandels im 20. Jahrhundert, vergleichbar in seiner Leidenschaftlichkeit, hohen moralischen Integrität und Wirkung auf die Entwicklung der Kunstgeschichte nur mit legendären Figuren wie etwa Daniel-Henry Kahnweiler und Aimé Maeght. Seine 1949 eröffnete Galerie in Basel an der Bäumleingasse 9, wo sie heute noch residiert, war in den letzten beinahe 50 Jahren beileibe nicht nur ein Ort, wo Bilder und Plastiken verkauft wurden, sondern ein Mekka für jeden Kunstfreund, manchmal wichtiger und mehr besucht selbst als das hochberühmte Kunstmuseum der Stadt. Hier fanden rund 200 monographische und thematische Galerieausstellungen statt, zu denen auch die grossen Museen unverkäufliche Leihgaben beisteuerten, in Anerkennung der Qualität der geleisteten Arbeit und aus der Dankbarkeit für die von Beyeler vermittelten Verkäufe und Dauerleihgaben an ihre Häuser aus seinem eigenen Kunstbesitz. Eine enge Freundschaft verband und verbindet den Basler Doyen des Kunsthandels mit nahezu allen Protagonisten der klassischen Moderne und den wichtigsten Zeitgenossen, allen voran Pablo Picasso, der ihm als einzigem Händler die freie Werkauswahl aus den Atelierbeständen in Mougins überliess. Daneben, oder richtiger, vor allem aber haben Hildy und Ernst Beyeler über die Jahre eine eigene Sammlung von Inkunabeln der Kunst des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts aufgebaut, die sie zusammen mit dem dazugehörigen Museum ihrer Heimatgemeinde Riehen bei Basel geschenkt haben. Die Stiftung Beyeler, die die guten Bürger von Riehen nicht ohne Widerstreben (!!), aber schliesslich doch mit Freude entgegengenommen haben, wurde zuvor in repräsentativen Ausstellungen im Centro de Arte Reina Sofia in Madrid und in der Berliner Nationalgalerie gezeigt. Im Sommer 94 wurde im Haus der Kunst München 33 Werke der klassischen Moderne gezeigt, die Hildy und Ernst Beyeler als Reserve der Stiftung für die kommenden Jahrzehnte zuführen wollen. Die Werkgruppe ist also eine "Réserve du Patron" im schönsten Wortsinne, der gute Hauswein, den der aufmerksame Wirt seinen besten und treuesten Gästen vorbehält. Biographie Ernst Beyeler Geboren in Basel. 1940 Studium der Ökonomie und Kunstgeschichte an der Universität Basel. Gleichzeitig Aushilfe im Antiquariat Oskar Schloss an der Bäumleingasse 9, Basel. 1945 Übernahme des Antiquariats (mit Büchern, Graphiken und Zeichnungen). 1947 Erste Ausstellung von japanischen Holzschnitten. 1951 Ab diesem Jahr ununterbrochene Ausstellungstätigkeit mit Schwerpunkt auf Klassischer Moderne. 1959 - 1965 Ankäufe aus der Sammlung Thompson (Pittsburgh): 100 Werke von Klee (davon befinden sich jetzt 88 in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf), rund 340 von Cézanne, Monet, Picasso, Matisse, Léger, Miró, Mondrian, Braque u.a. sowie 80 Werke von Giacometti (jetzt in der Giacometti-Stiftung in Zürich und im Kunstmuseum Basel). 1966 Begegnung mit Picasso. Ernst Beyeler erhält die Möglichkeit, 26 Werke aus den Beständen des Künstlers in Mougins frei auszuwählen. Zu einem späteren Zeitpunkt wählt er Zeichnungen für die Ausstellung 90 Werke auf Papier aus, die anlässlich von Picassos 90. Geburtstag 1971 gezeigt werden. Zu Picassos 100. Geburtstag, im Jahre 1981, organisiert die Galerie eine umfangreiche Retrospektive. 1971 Mitbegründer und bis 1992 aktiver Mitorganisator der Internationalen Kunstmesse ART, Basel. 1972 Ernst Beyeler erwirbt rund 100 Oelgemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Nina Kandinsky und verwaltet fortan den Nachlass Kandinskys. 1980 und 1984 Zwei internationale Ausstellungen Skulptur im 20. Jahrhundert 1981 (mit ca. 200 Werken von Rodin bis Serra) im Wenkenpark, Riehen, und 1984 im Merian Park, Basel (mit 220 Werken von Bourdelle bis Beuys). 1982 Errichtung der Beyeler-Stiftung. 1987 Ernennung zum Dr.h.c.phil.I der Universität Basel. 1989 Präsentation der Sammlung Beyeler im Centro de Arte Reina Sofia, Madrid. 1993 Präsentation der Sammlung Beyeler in der Neuen Nationalgalerie, Berlin. 1994 Baubeginn des Beyeler Museums in Riehen (Architekt Renzo Piano), wo die Sammlung Beyeler mit rund 150 Werken der Klassischen Moderne sowie der Kunst aus Afrika und Ozeanien untergebracht werden soll. Die Eröffnung erfolgt im Oktober 1997. 1996/97 Präsentation der Sammlung Beyeler in der Art Gallery of New South Wales, Sydney. Seit ihrem Bestehen realisierte die Galerie Beyeler mehr als 250 Ausstellungen: Monet, Cézanne, Klee, Matisse und Picasso, danach Giacometti, Rothko, Lichtenstein, Johns, Stella, Rauschenberg, Baselitz u.a. Des Weiteren wurden thematische Ausstellungen präsentiert: Moon and Space, Fauves, Kubisten, Dream of the Absolute (Mondrian, Brancusi, Malewitsch u.a.), Exploring Abstraction, Léternel féminin, Surrealismus, Traum des Jahrhunderts (Miró, Max Ernst, Magritte u.a.), Magic Blue, Who is afraid of Red? I love Yellow und zum 50- Jahr Ausstellungsjubiläum 1997 Joie de Vivre (von Van Gogh, Cézanne bis Lichtenstein). Im Verlauf der Jahre regte Ernst Beyeler verschiedene Ausstellungen in diversen Museen an, so z.B.: im Kunstmuseum Basel: 1976 Picasso aus dem Museum of Modern Art, New York und Schweizer Sammlungen; 1981 Picasso, das Spätwerk; 1986 Claude Monet, Nymphéas; 1989 Paul Cézanne, Die Badenden; im Museum of Modern Art, New York und Kunstmuseum Basel: 1989/90 Picasso and Braque, Pioneering Cubism; im Kunstmuseum Basel und der Kunsthalle Basel: 1992 transForm. www.beyeler.com ![]()
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