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Kulturstadt Basel Sehenswürdigkeiten, Geschichte Weltoffene Dreiländerstadt mit grossem Kulturangebot |
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Von Ruedi gesalzen + gepfeffert Home Rezepte Schweiz Brauchtum Basel aktuell Basel Info Bern Info Kochen Europa Italien Marokko |
Anstelle grosser Einkaufszentren dominieren in Basels Stadtzentrum mehr die kleinen Läden. Hier sind die Denkmäler nicht kalt und heroisch, sondern lebendig u. humorvoll, gelegentlich sogar ein wenig rüde. Man lässt den Besucher nicht nur schauen sondern auch teilnehmen und miterleben. Selbst seinen Fasching (Fasnacht) zelebriert Basel nicht zusammen mit dem Rest der Welt, sondern – wie es sich für Individualisten gehört - eine Woche später.
Basel ist trotz seiner hügeligen Topographie gut zu besuchen. Es hat den Flair einer multikulti Stadt und die Altersstruktur seiner Bevölkerung - Eindrittel ist über 55 Jahre - ist durch ihre Lebendigkeit und die vielen Studenten gut ausbalanciert.
Die Stadt mit ihren 190.000 Einwohnern hat ungefähr 30 Museen und etwa 100 Galerien, aber die Kultur ist dort nicht hinter Wänden eingesperrt, nein, sie sprudelt überall in den Parks, auf den Plätzen, in den Kneipen und den Strassenfesten. Sie quillt mehr oder weniger aus allen Ritzen, so wie das Wasser ihrer Brunnen in die Becken sprudelt - Winter wie Sommer. Kunst ist hier lebendig und die Menschen in Basel hatten nie Angst vor der Avantgarde. Als man 1967 zwei Bilder von Picasso für das Kunstmuseum anschaffen wollte, hat die Bürgerschaft Basels per Referendum der Aufnahme eines 7-stelligen Kredits zum Kauf der Bilder zugestimmt und die Anschaffung unterstützt. Als Picasso dies erfuhr, war er davon so angetan, dass er der Stadt gleich noch vier weitere Bilder dazu stiftete. Der lebendige, rasselnde Brunnen beim Theater ist eine Schöpfung des basler Künstlers Jean Tinguely, der aus alten Maschinenteilen bewegende, phantasievolle Skulpturen schuf. Eine grosse Auswahl solcher Nonsensmaschinen sind im Tinguely Museum zu sehen, wo sich in wunderbarer Weise Phantasie auf Technik begegnen. Die Fondation Beyeler ist das Neueste in der Museumsfamilie, ein Museum, das allein schon eine Reise wert ist. Basel hat - bereits lange bevor Erasmus von Rotterdam nach hier umzog - die grossen Denker Europas angezogen und ist bis heute eine Stadt des Geistes geblieben. Die Tatsache, dass Basel immerhin neun Nobelpreisträger in der neueren Zeit hervorbrachte, belegt dies auf eindrucksvolle Weise. Eckpunkte seines Kulturerbes sind das im Jahre 1471 gewährte Recht Messen abhalten zu dürfen, die Gründung der Universität 1459 und der Bau von Papiermühlen 1433. Die feine Qualität des in Basels hergestellten Papiers, zog damals viele Drucker an und diesen folgten die Humanisten. Den Rhein überspringend, am Rande der Schweiz liegend, hat Basel über Jahrhunderte von den Kulturen der Anrainerstaaten das Beste für sich herausgepickt. Zuwanderer waren immer willkommen, besonders wenn sie Intellektuelle, Handwerker oder Vermögende waren. So bot Basel Ende des 17. Jahrhunderts, vielen - aus Frankreich geflohenen - Hugenotten eine neue Heimat und diese revanchierten sich dafür, in dem sie mit ihrem mitgebrachten Wissen und Können, schnell eine gedeihende Seidenbandproduktion aufbauten. Als diese später zu sterben begann, hat sich aus der dazugehörenden Farbindustrie die heute riesige Chemieindustrie entwickelt. Frankreich und Deutschland reiben ihre Schultern mit Basel. Beide Länder haben eigene Bahnhöfe dort und der Basler Flughafen befindet sich in Wirklichkeit nicht in der Schweiz sondern in Frankreich und bildet dort mit dem Flughafen von Mulhouse (Frankreich) und Freiburg (Deutschland) eine Einheit. Ein Obelisk am Petit-Huningue, im Basler Hafen, markiert das Dreiländereck, an dem sich die Schweiz, Frankreich und Deutschland treffen. Eine Terrasse, die auch für Rollis zugänglich ist, gewährt von dort einen herrlichen Panoramablick auf die Stadt und den Hafen sowie den Schwarzwald und die Vogesen. Chemie- und Pharmafirmen stehen entlang dem Flusses gleich neben der Schiffahrt. Auch als Finanzplatz ist Basel gut positioniert und obwohl die Stadt keine Möglichkeit hat nach aussen hin zu wachsen, ist sie - pro Kopf gerechnet - die zweitreichste Stadt unter den ohnehin reichen schweizer Städten. Zwei Basel Der grösste Teil von Basels Sehenswürdigkeiten befindet sich in Gross-Basel, auf der linken Rheinseite. Aber Klein-Basel, das vom Fluss in einem Bogen umarmt wird, kann sich auch sehen lassen. Es hat die Messe, das Tinguely Museum, mehrere Kirchen und ein sehr gutes Fischrestaurant, das Cafe Spitz, hoch über dem Rhein, im Hotel Merian, direkt am Rheinufer - es ist über die Terrasse rollstuhlzugänglich. Klein-Basel hat auch die kleinste Brauerei der Schweiz Ueli Bier. Die Hauptbraustube ist die Fischerstube in der Rheingasse 45. Es ist gerade so möglich dort mit dem Rollstuhl reinzukommen. Vor dem Eingang befindet sich eine relativ enge Stufe. Abends herrscht hier reger Betrieb und es ist dann sehr voll. Die beiden Basels werden von sechs Brücken und vier Fähren verbunden. Die erste, den Rhein überhaupt überspannende Steinbrücke, wurde 1225 hier in Basel gebaut. Die an Stahlseilen hängenden Fähren kamen erst im 19. Jahrhundert dazu. Die Fähren wurden von Kunstfreunden der Stadt ins Leben gerufen, um aus den erwirtschafteten Überschüssen des Fährbetriebes die städtische Kunsthalle zu finanzieren. Die Fährboote bekamen Namen aus der Folklore wie: Wild Maa (St. Alban Fähre), Leu (Münster Fähre), Vogel Gryff (Klingental Fähre) und Uelis (St. Johann Fähre). Die Legende vom Wild Maa, dem Leu und dem Vogel Gryff, gehen vermutlich auf das dunkelste Mittelalter zurück, aber sie lebt in Basel jedes Jahr im Januar, mit dem Vogel Gryff neu auf. Das heutige Fest ruft die Riten der alten Frühlingsfeste zurück. Der Wild Maa trägt dabei ein Kostüm, das ganz mit Äpfeln bedeckt ist, die die Kinder zu stehlen versuchen. Der Wild Maa kommt auf dem Fluss mit einem Floss auf der Kleinbasler Seite an und tanzt den ganzen Weg vom Ufer hoch auf die Mittlere Brücke. Sein Kostüm besteht aus mit Äpfeln behängten Häuten und er trägt eine, mit ihren Wurzeln ausgerissene, Fichte - Fruchtbarkeits- und Frühlingssymbole. Am Landesteg trifft er den Vogel Gryff und den Leu und gemeinsam bewegen sie sich dann, den Rücken stets Gross-Basel zugewandt, langsam tanzend, hoch zur Brückenmitte. Das Fest war wohl einst die vorstädtische Antwort der Minderen Gesellschaft von Klein-Basel gegenüber den mächtigen Zünften von Gross-Basel. Heute sind sie alle soziale Organisationen, früher waren sie verantwortlich für den Schutz der Stadt und teilweise als Feuerwache und Polizei tätig. Als die Zünfte verfielen, haben die meisten auch ihre Häuser verloren, einige Häuser blieben aber erhalten und sind heute Restaurants. Eines davon ist die Schlüsselzunft, mit dem Schlüssel über der Tür und befindet sich in der Freie Strasse. Es gehörte einst der Zunft der Wollhändler. Während des Winters bietet das Restaurant schmackhafte Wildgerichte. Es hat am Eingang drei Stufen und ist für Leute im Rollstuhl nur sehr bedingt zugänglich. Wer es gerne bequemer hat, kann einen anderen historischen Platz finden. Den Goldene Stern - ursprünglich das Zunfthaus der Chirurgen und Barbiere - hat man erst abgerissen und am Rhein bei St. Alban, nur wenige Schritte von der Papiermühle entfernt, wieder aufgebaut. Das Restaurant, das bereits seit 1412 besteht, ist das älteste Restaurant in Basel. Es hat eine gute Küche und ist auch mit Rollstuhl zugänglich. Fasnacht und andere Events Von allen Events, ist die Basler Fasnacht das farbenfroheste Fest. Fasnacht wird hier an den ersten Tagen der gerade beginnenden Fastenzeit gefeiert. Warum die Basler ihre Fasnacht in den Beginn der Fastenzeit hinein legten bleibt im Dunkel - möglicherweise wollten die Basler damit gegen das Diktat der Kirche rebellieren oder weil die Fasnachtsbräuche mehr militärischem als religiösem Ursprung sind. Der Spuk fängt am Fasnachtsmontag genau am 4:00 Uhr früh - also in stockfinsterer Nacht an und geht über volle drei Tage. Die Messe Basel hat ihren Ursprung im Mittelalter, aber bis heute ihre Bedeutung nicht verloren. Einige grosse Ausstellungen sind: die Mustermesse - die grösste Messe für Uhren-, und Schmuckwaren der Welt, dann die Internationale Kunstmesse für Kunst des 20. Jahrhunderts und die Internationale Kunst- u. Antikmesse. Die älteste und grösste Schweizer Messe, die Basler Herbstmesse, findet jeweils Ende Oktober, anfangs November statt. Diese Messe umfasst das Messegelände selbst und einen Freiluftmarkt an verschieden Plätzen der Stadt. Der Basler Weinmarkt und der Basler Sammlermarkt werden zur selben Zeit abgehalten. Die Messe Basel veranstaltet jedes Jahr etwa 25 Messen - für Fachbesucher u. Publikum, sowie weitere 50 Ausstellungen, 300 Kongresse und 500 andere Events. Das Gelände und die Gebäude sind rollstuhlzugänglich. ![]()
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